Zeitmessung in Griechenland

Aus militärischen Bedürfnissen entstand zunächst die Einteilung der Nacht in vier vigilae (Nachtwachen), die von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang gezählt wurden. Entsprechend dieser Verfahrensweise teilte man bald auch den Tag grob in vier Teile: mane (Morgen), ante meridiem (Vormittag), post meridiem (Nachmittag) und vesper (Abend). Jeder dieser Tagesteile umfasste je drei horae (Stunden). Die Einteilung war teils recht willkürlich und wurde unter Berücksichtigung des Sonnenstandes und der Witterungseinflüsse festgelegt. Lediglich die Nachtwachen hatten fixe Bezugpunkte. So war bei Ende der zweiten Nachtwache immer Mitternacht. Erst mit dem Aufkommen von Uhren konnte die Zeit genauer eingegrenzt werden.