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Mehr als acht Stunden Casting

Unser Casting, oder altmodisch „Vorsprechen / Vorspielen“, ging gestern über die Bühne. In drei Gruppen haben die Teilnehmer*innen ersten Szenen Leben eingehaucht. Da waren schon viele schöne Ideen dabei. Jetzt grübeln wir über der Besetzungsliste, um pünktlich zum kommenden Wochenende die Figuren an die Schauspieler*innen zu übergeben.

Medea in den Startlöchern

Nach gut drei Monaten Pause für die Teilnehmer*innen ist es jetzt endlich wieder soweit: unser Projekt „Medea – Reflections“ steht in den Startlöchern. Für alle, die nicht abwarten können, haben wir hier ein erstes Update:

Was ist der Medea Mythos?
Medea gehört zu den bekanntesten mythologischen Figuren aus der Antike. Ihr Mythos ist direkt verbunden mit der Argonautensage: Jason zieht mit dem Who is Who der griechsischen Helden aus, um das „Goldene Vlies“ aus Kolchis zu erobern, um damit in seiner Heimat Jolkis zum König ernannt zu werden. Das Unterfangen ist eine böse List seines Onkels, denn das „Goldene Vlies“ ist so gut bewacht, dass jeder Held, der es König Aiteas aus Kolchis abluchsen wollte, gescheitert ist und seien Tod fand. Weil es so berühmt ist steigt das gesamte Heldenuniversum der Antike mit auf das Boot (die „Argo“) und segelt nach Kolchis. Mit dem Eintreffen in Kolchis beginnt die eigentliche „Medea“ Sage.

Worum geht es bei Medea?
Inhaltlich ist die Geschichte schnell erzählt: Medea hilft Jason, das Vlies zu ergattern, ringt ihm jedoch den Schwur ab, sie bis an sein Lebensende zu beschützen. Zurück in Jolkis werden sie jedoch erneut vertrieben und müssen in das Exil nach Korinth. Hier entzweien sich Jason und Medea zunehemend, denn Jason orientiert sich immer mehr Richtung Palast und die korinthische Königstochter Kreusa. Am Ende soll Medea verbannt werden. Die, die verraten wurde, übt Rache und je nach Version sterben am Ende eine ganze Menge Beteiligte – inklusive der gemeinsamen Kinder. Bei Euripides bringt Medea diese selber um und geht daher in die Literatur als „Mutter, die ihre Kinder ermordet hat (Kindermörderin)“ ein.

Welche Medea-Version spielt KjG Theater?
Unsere Medea Version ist eine vollständige Eigenentwicklung – angepasst auf unsere Gruppe. Inspriert von der Sage und sicherlich auch inspiriert von Christa Wolfs „Medea – Stimmen“ sind es Medeas Erinnerungen an die Zeiten, die hinter ihr liegen. Ausgangspunkt ist dabei die Zeit ihrer Verbannung.

Welchen Schwerpunkt hat „Medea – Reflection“?
Wie immer wollen zur allererst eine spannende Geschichte erzählen. Aber natürlich wird unsere Medea auch inhaltlich: insbesondere das Leben „als Fremde“ steht im Mittelpunkt der Betrachtung und die Konflikte und Probleme der Menschen, die für gewöhnlich in zweiter und dritter Reihe stehen. Aber unsere Medea hat noch viel mehr, über das nachgedacht und philosophiert werden kann, so dass wir hoffen, dass es nicht nur ein spannender, sondern auch ein anregender Theaterabend wird.

Auf welche Figuren dürfen wir uns freuen?
Eine Übersicht aller Figuren findest du hier. Spannend sind dabei vor allen Dingen Figuren, die typisch nicht im Rampenlicht einer Medea Erzählung stehen.

Was verspricht die Inszenierung?
Grundlegende Ideen und Konzepte sind natürlich schon da. Aber wir lassen uns immer auch von den Schauspieler*innen inspririeren! Die Bühne wird breit, sehr breit, und wir nutzen auch die Höhe der Josephs-Kirche. Natürlich wird Licht eine besondere Rolle spielen und alle, die schon lange mal wieder gerne Feuer bei uns auf der Bühne sehen wollten, können sich auch freuen.


Erlebe Till nochmal …

Du hast es nicht geschafft, zu einer unser Aufführung zu kommen? Oder dir hat es so gut gefallen, dass du dir es noch einmal ansehen möchtest. Wir haben eine gute Nachricht für dich: jeden Samstag veröffentlichen wir jetzt eine Epiosde aus „Das Erbe des Till Eulenspiegel“ auf Vimeo von dem Mitschnitt der Premiere (5.11.2021) in der Jugendkirche TABGHA.

Die erste Episode ist schon online: Ein Narr, der keine Grenzen kennt!

Wir wünschen dir viel Spaß!
Dein KjG Theater

Das war’s!

Sechs Mal „Standing Ovations“ – fast 800 Zuschauer*innen haben in den letzten drei Wochen „Das Erbe des Till Eulenspiegel“ live auf der Bühne in der Jugendkirche TABGHA gesehen. Das KjG Theater Ensemble hat sich mit dem Stück direkt in die Herzen gespielt.

Gestern hieß es dann jedoch, Abschied nehmen vom Bühnenbild. Im gemeinsamen Gottesdienst heute (21.11.21, 18 Uhr) nimmt das Ensemble dann Abschied vom Projekt und geht in die Spielpause. Bis Ende Februar haben die Teilnehmer*innen Probepause. Natürlich haben die Vorbereitungen zu unserem neuen Projekt „Medea (2022)“ bereits begonnen. Und wer Lust hat, den halten wir auf diesen Seiten auch immer wieder up-to-date, was wir treiben.

Danke an all unsere Zuschauer*innen für die Unterstützung und Zuneigung. Wir hoffen, dass wir uns 2022 wiedersehen und wünschen Euch allen jetzt eine gute und friedliche Vorweihnachtszeit.

Zeit, Abschied zu nehmen

„Till“ ist Spielgeschichte.
Heute haben wir uns von unseren Figuren und von der Bühne verabschiedet.
Es ist immer eine Mischung aus Trauer und Dankbarkeit, aus Schmerz und Glück. Es ist und bleibt unbeschreibbar – nach all den Monaten, ein Projekt zu beenden lässt einen nicht kalt, selbst die „alten Hasen“ nicht.

Und dann haben wir heute auch noch Abchied genommen von fünf großartigen Schauspieler*innen, die uns zum Teil seit 2007 (!) auf der Bühne begleitet haben. Lukas, Anna, Timo, Kim und Thomas haben ihren aktiven Teil „an den Nagel gehängt“ und sind in das KjG Theater „Triple A“ Programm aufgenommen.

AAA – das sind die „All Area Access“ Ausweise aus dem Showgeschäft. Mit diesen Ausweisen kannst du in alle Bereiche gehen – nur nicht auf die Bühne. Und das gilt auch für die fünf! Sie haben Zutritt zu unseren Proben, Backstage, Fahrten und Feiern – wann immer sie wollen, sie können der Gruppe verbunden bleiben. Viele Ehemalige sind uns bis heute sehr eng verbunden, einige sind ihre Wege gegangen. Das ist in Ordnung. So soll es sein.

Aber trotzdem. Auch das ist ein Abschied – von großartigen Menschen, mit denen wir nicht nur während der Vorstellung, sondern insbesondere auch bei den Proben so viel mitnehmen konnten, die so viel in diese Gruppe eingebracht haben. Daher auch hier eine unfassbare Dankbarkeit.

Euer Spiel. Unser Genuß.

Letzte Runde!

Wow! Wir haben knapp 800 Besucher*innen an unserem neuen Spielort begrüßen können! Danke an euch alle, dass ihr uns sehen wollt(et) und für euren Applaus. Das bedeutet uns insbesondere in diesen Zeiten eine ganze Menge. Und denkt daran: Die Sorgen kommen früh genug zurück – lasst uns das Hier und Jetzt genießen 😉

Heute geht es um 19 Uhr los (Einlass ab 18:15), morgen zum Finale gelten die gleichen Zeiten. Bitte denkt daran, dass wir bei den kommenden Aufführung eine Maskenpflicht auch am Sitzplatz haben werden.