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Über die Legende

Robin Hood ist eine Legende. Über Jahrhunderte werden seine Geschichten erzählt – mündlich überliefert, in Balladen verschriftlicht, als Roman, als Film, als Kunstwerk verarbeitet. Die Forschung ist sich relativ sicher: ein einziges historisches Vorbild gibt es wohl nicht. Zu unterschiedlich sind die Erzählungen, was Orte und Zeiten angeht. Auch die Prägung der Figur ist je nach Zeitalter anders – wobei sie immer eint, dass Robin Hood und seine Truppe als smarte Außenseiter immer wieder bestehende Strukturen ins Wanken bringen. Damit treffen die Geschichten einen universellen Nerv, der über die Zeiten Bestand hat.

Was heute als ziemlich sich gilt: die Erzählungen kommen aus der Mitte des „einfachen Volkes“ und damit unterscheidet sich die Erzählweise deutlich von denen der großen antiken Tragödien, die meist von gebildeten Dichtern für eine priviligierte Schicht geschrieben wurden. Die Robin Hood Erzählungen kommen aus den Maifestspielen, und es gilt als gesichert, dass sie im Mittelalter vielfach an unterschiedlichsten Orten dargebracht worden sind, meist übrigens, um Geld einzusammeln, für einen gemeinschaftlichen Zweck. Dabei konnte es mitunter auch rau und derb zugehen, mit ein Grund, warum die Maifestspiele im späteren Verlauf vom Klerus unterbunden worden sind. Dennoch hielten sich die Geschichten des Robin Hood und seiner tapferen Männer – allen voran Little John und Bruder Tuck. Erst später kam Marian als einzige weibliche Figur dazu.

Mitte des 15. Jahrundert findet die Forschung die ersten schriftlichen Aufzeichnungen. Die Ballade „Robin Hood und der Mönch“ gilt als die älteste schriftlich aufgezeichnete Ballade. Die Dichtkunst ist einfach und unterscheidet sich deutlich von denen der höfischen Dichtkunst. Die Verse reimen sich in den frühen Balladen nur auf die zweite und vierte Zeile, bei späteren Balladen ergänzt ein Reim in der dritten Zeile etwas mehr Pfiff. Auch finden sich nur selten aussagestarke Wörter und packende Metaphern. Es kann mitaus sogar vorkommen, dass reimende Verse inhaltsleer sind. All das bleibt ein Beleg dafür, dass Robin Hood eine Geschichte aus dem Volk ist. Und genau diese Perspektive verleiht der Legende offensichtlich ihren besonderen Reiz.
Die vier ältesten Balladen sind die geschichtliche Basis für unser Theaterstück. Die Handlungsmechaniken dieser Balladen finden sich bei uns wieder, indem sie miteinander verwoben eine ganz neue Perpsektive auf Robin Hood geben und das würdigen, was er schon immer war: keine historische Persönlichkeit, sondern eine künstliche Figur (doch dazu später mehr).

In den kommenden Wochen wollen wir euch hier die vier Balladen, die wir unserem Theaterstück zu Grunde gelegt haben, näher vorstellen:
Robin Hood und der Mönch (ca. 1450)
Robin Hood und der Töpfer (ca. 1500)
Robin Hood und Guy von Gisborne (ca. 1500)
Eine Heldenerzählung von Robin Hood (Ca. 1500)

Robin Hood Projekt gestartet

Für die Schauspieler*innen geht es nach mehr als drei Monaten Pause jetzt wieder auf die Probebühne. Gestern wurde gemeinsam mit dem Team der Jugendkirche TABGHA das neue Projekt vorgestellt und die Rollenvergabe bekannt gegeben.

Hier kannst du nachlesen, wer wen spielt.

Ab kommender Woche finden die Proben wieder regelmäßig statt. Und wir halten euch natürlich auch hier auf dem Laufenden, wie unser neues Projekt vorangeht.

Auf ins Projekt: Casting 2023 ist gelaufen!

Das erste Mal konnten wir Szenen aus dem neuen Skript „Die Legende von Robin Hood“ auf der Probebühne sehen – im Casting haben die 29 Schauspieler*innen bereits gezeigt, was sie drauf haben – und unterstrichen, für welche Figuren sie sich empfehlen wollen.

Jetzt heißt es tüfteln und grübeln: welche Figur wird in diesem Jahr von wem gespielt? Das Geheimnis wird am kommenden Samstag gelüftet, wenn der offizielle Projektstart in der Jugendkirche TABGHA beginnt!

Vorbereitungen für das Casting laufen

Hinter den Kulissen ist viel an dem Skript gearbeitet worden. Seit dieser Woche haben die Teilnehmer*innen die „Lektoratsversion“, die heute Abend im Rahmen der „Robins Rotwein Runde“ mit interessierten Aktiven besprochen worden ist.

Spannend wird es ab kommenden Samstag, wenn die Teilnehmer*innen ihre Ideen zu den Figuren beim „Casting“ zeigen. In knapp neun Stunden bewerben sich so alle um ihre Rollen Favoriten. Eine Woche später gibt es dann die Rollenvergabe und ab dem 11.03. sind wir wieder wöchentlich in der Probenarbeit.

Der Text entsteht

Die Geschichte anders erzählen, nicht in die Hollywood-Falle tappen – das war der Anspruch, als sich die Dramaturgie an das Werk gemacht hat. Und trotzdem dabei den ersten Balladen und deren Entstehungsgeschichte treu bleiben. Kann das gelingen? Ihr werdet es im kommendne November beurteilen können, aber wir sind ganz zuversichtlich. Ende Januar ist der erste Akt fertig gestellt und damit die erste große Hürde genommen. Denn aus den Konzeptfiguren sind Stimmen geworden, die etwas zu erzählen haben. Und wenn diese anfangen zu reden, verlassen sie auch plötzlich mal das Konzept und so entsteht ein Text, der (zumindest uns) bis hierhin erstaunlich „leicht“ vorkommt. „Leicht“ im Sinne von spielerisch, überraschend und sich an vielen Stellen nicht zu ernst nehmend.

Noch gibt es dabei viele offene Fragen und lose Enden, die wir lösen müssen. Denn manch eine Motivation, die im Konzept logisch klingt, wirkt plötzlich unpassend und es müssen stets neue Lösungen gefunden werden. Und die größte Herausforderung bleibt: das Stück muss 31 interessante Spielfiguren bieten, ohne sich dabei zu verrennen. Ihr seht, es bleibt spannend aber unsere Begeisterung für die Story wächst zunehemend. Und am Ende sind wir tatsächlich (positiv) überrascht, wieviel uns die vermeintliche „Haudegen-Saga“ heute noch sagen kann. Denn ganz nebenbei haben wir eine utopische Welt für euch gebaut: das Hoodieverse! Doch dazu in den kommenden Monaten mehr.

Wieder an Bord: Unsere Choreographin Jasmin

Gute Nachrichten für alle Freunde der Bewegung und Raum und Zeit: Jasmin ist auch in diesem Projekt an Bord und wird uns bei Choreographien nach allen Kräften unterstützen. Nachdem sie bei Medea – Reflections mit den Erinyen gearbeitet hat, wird sie in diesem Jahr ebenfalls das Beste aus unseren Teilnehmer*innen herausholen. Wir freuen uns mega auf die Zusammenarbeit.

Das neue Projekt entsteht!

31 Schauspieler*innen haben sich zum neuen Projekt angemeldet. Mit dabei sind wieder „alte“ Teilnehmer*innen, die sich eine Pause gegönnt haben aber auch einige neue Mitgleider, auf die wir uns mega freuen. Aber die Probenarbeit lässt noch ein bisschen auf sich warten, denn erst gilt es, dass Stück zu konzipieren. Daran hat in den vergangenen Tagen unser Dramaturgie Team intensiv gearbeitet.

Die Legende von Robin Hood wird eine dramatische Komödie, die erneut versucht, den Stoff gefühlvoll in den Kontext unserer Zeit einzubinden. Dieses Mal denken wir Robin Hood ganz anders, als man es vielleicht aus den Hollywood-Filmen oder Kinder-Theaterstücken kennt. Einige unserer Ideen werden wir in den kommenden Wochen und Monaten immer mal wieder hier auf unserer Homepage vorstellen.

Medea ist Spielgeschichte

Sechs ausverkaufte Aufführungen haben über 900 Zuschauer*innen begeistert. Das Cast wurde nach jeder Vorstellung für die großartige Leistung mit stehenden Ovationen minutenlang gefeiert.

Doch jetzt ist Medea – Reflections (Spiel-) Geschichte. Gestern wurde das gesamte Bühnenbild und Theater wieder zurückgebaut, die Kostüme und Requisiten wieder eingelagert. Mit einem Gottesdienst haben wir das Projekt voller Dankbarkeit am Sonntag Abend beendet.

Aber dann doch nicht so ganz. Denn wir haben noch die Aufzeichnung vom 11.11.2022. Die wird in den kommenden Wochen aufbereitet und bald auf unser Homepage verfügbar sein. Für all diejneigen, die es dieses Jahr nicht geschafft haben!

Heute zum letzten Mal: Medea – Reflections

Über Wochen und Monate haben wir mit viel Leidenschaft und Energie die Figuren und das Stück zum Leben erweckt. Das letzte Mal ist immer ein besonderer Augenblick – zum einen sind wir alle froh, dass eine super anstrengende und intensive Zeit zu Ende geht und endlich wieder Zeit für ein „Privatleben“ ist. Zum anderen sind wir traurig. Traurig, unser Set zu verlassen, die Figuren wieder abzugeben, die intensive Gemeinschaft für einige Zeit aufzugeben.

Für einige ist es heute wirklich das letzte Mal auf unser Bühne. Im Anschluss an die Vorstellung verabschieden wir uns von vier großartigen Schauspieler*innen, die künftig dann nicht mehr auf der KjG Theater Bühne zu sehen sein werden.

Abschied tut weh. Aber damit verbunden ist immer auch eine enorme Dankbarkeit. Wir sind dankbar: für die gemeinsame Zeit, für die Möglichkeit, unser Hobby so leben zu können, für die Chance, vor euch, unserem Publikum, zu spielen.

Also geben wir heute noch mal alles!
Wir sehen.
Um 19 Uhr.

In deiner Jugendkirche TABGHA am Dellplatz.
Bis gleich.